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US-Bauern profitieren von gentechnisch verändertem Mais - wenn sie ihn nicht anbauen.
Gentechnisch veränderter Mais ist zu teuer, denn es gibt keinen Wettbewerb, beschweren sich Bauern und Bäuerinnen.

US-LandwirtInnen haben die Wahl, sie können konventionell hergestelltes Saatgut auf ihre Felder bringen, oder gentechnisch verändertes. Firmen wie Monsanto versprechen höhere Erträge, weniger Arbeit und Risiko die Ernte zu verlieren, wenn die Bauern und BäuerInnen ihr teures gv-Saatgut kaufen. Dass der Markt schön langsam gesättigt ist und die Umsätze kaum mehr steigen, gleichen sie mit unverschämten Preisen aus, gv-Maiskörner wurden im vergangenen Jahr etwa um ein Drittel teurer. "Es fehlt die Konkurrenz", sagt Craig Griffieon, ein Bauer aus dem Mittleren Westen, auch Brotkorb der Nation genannt. "Die Technologie ist aggressiv beworben worden, die Begeisterung oberflächlich", so Doug Gurian-Sherman von der Union of Concerned Scientists, der 2009 veröffentlichte, dass die Ertragssteigerungen vor allem von konventionellen Feldern stammen.

Eine aktuelle Studie aus der Zeitschrift Science gibt ihm recht, vor allem LandwirtInnen, die ihn nicht anbauen, profitieren von gv-Mais. Seit er 1996 auf die Felder kam, hätten die Bauern und Bäuerinnen knapp sieben Milliarden Dollar gespart, zwei Drittel davon allerdings mit konventionellem Saatgut. Der normale Mais, so die AutorInnen, wächst besser, weil die gv-Pflanzen auf dem Nachbarfeld Schädlinge wie die Maiszünslerraupen töten. Die LandwirtInnen naschen demnach von den Vorteilen des gv-Maises, zahlen aber nicht den teuren Preis für das gv-Saatgut. Margot Mellon, Direktorin bei der Union of Concerned Scientists kritisiert allerdings, dass fünf der achtzehn Autoren der Science-Studie in Biotech-Firmen arbeiten: "Ich glaube nicht, dass es in diesem Fall die Ergebnisse untergräbt, die Autoren von wissenschaftlichen Artikeln sollten aber keine finanziellen Interessen an den Ergebnissen haben. Vor allem, wenn die Studien politische Entscheidungen beeinflussen könnten."