Foto: AquaBounty
Transgene Lachssteaks – Proteste und Debatten
Doppelt so schnell wächst der Lachs, den die US-Firma AquaBounty mit einem Wachstumsgen des Königslachses und einem regulatorischen Gen der Aalmutter getunt hat. Sicher sei er und für den Verzehr geeignet, meint die Behörde für Lebensmittelsicherheit (Food and Drug Administration). Besonders kennzeichnen müsse man transgene Lachssteaks auch nicht, das Endprodukt sei nicht von herkömmlichem Lachs verschieden, und das Herstellungsverfahren zählt in den Vereinigten Staaten nicht.

Doch VerbraucherInnen und ÖkologInnen haben erhebliche Bedenken gegen das Vieh, das sie gerne Frankenfood-Lachs nennen. Dem Argument, der gentechnisch veränderte Lachs könne sich in der Umwelt nicht vermehren, weil nur sterile Weibchen gezüchtet würden, halten sie entgegen, dass die Sterilisation nur bei 98% der Lachse funktioniert, die restlichen 2% können die natürlichen Bestände sehr wohl gefährden. Außerdem sei es nicht unmöglich, dass die gv-Steaks Allergien auslösen.

Die Lebensmittelbehörde beherzigte die Proteste und lud ExpertInnen zu einer öffentlichen Anhörung. Die meisten TeilnehmerInnen halten den gv-Lachs für sicher, da sie aber die eine oder andere Studie zu wenige fundiert befanden, wünschen sie sich weitere Untersuchungen. BefürworterInnen und GegnerInnen müssen weiterhin warten, ob der Fisch, für den AquaBounty vor fünfzehn Jahren die Zulassung als Lebensmittel beantragte, bewilligt wird oder geächtet.