Stammzellen gegen Strahlenkrankheit
Es könnten noch Monate bis Jahre vergehen, bis das lecke Kernkraftwerk Fukushima Daiichi unter Kontrolle gebracht werden kann. Bis dahin riskieren die ArbeiterInnen, dass sie bei einem Unfall eine zu hohe Strahlendosis abbekommen, schreiben vier japanische KrebsforscherInnen in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet. Dafür müsse man medizinische Hilfe bereithalten.
Zellen, die sich oft teilen, wie Blutzellen, sind besonders anfällig auf äußere Einflüsse wie radioaktive Strahlung. Bei der Krebstherapie nehmen MedizinerInnen ihren PatientInnen vor einer Chemo- oder Strahlentherapie oft Blut-Stammzellen ab, um sie ihnen nachher wieder zu transplantieren. Auch den ArbeiterInnen in Fukushima solle man die Möglichkeit geben, ihre Blut-Stammzellen zur Vorsorge einzulagern.
Die eigenen Blut-Stammzellen sind verträglicher als fremde, und helfen schneller als Wachstumsfaktoren oder Knochenmarks-Stammzellen, so die MedizinerInnen. Und wenn man sie nicht unmittelbar braucht, sollte man sie für später aufheben, immerhin haben die ArbeiterInnen ein höheres Risiko in 10-15 Jahren an Blutkrebs zu erkranken.
Natürlich sind eingefrorene Stammzellen kein Passierschein, um sich einer erhöhten Dosis Strahlung auszusetzen (das sind auch nicht die von der japanischen Regierung um 150% angehobenen Grenzwerte für die jährliche Strahlungsmenge, der sich die ArbeiterInnen aussetzen dürfen), denn sie können bloß Blutzellen ersetzen, helfen aber nicht bei Verletzungen im Verdauungstrakt, der Lunge oder der Haut.
Hundertsieben japanische Transplantations-Teams stünden bereit, um die Stammzellen zu gewinnen und einzulagern, und fünfzig Spitäler in Europa wollen helfen, wenn man sie braucht. Natürlich würde die Prozedur Geld kosten, aber man solle die Entscheidung den ArbeiterInnen und ihren Familien überlassen, nicht einer Kosten-Nutzen-Rechnung.
Quelle:
The Lancet
Zellen, die sich oft teilen, wie Blutzellen, sind besonders anfällig auf äußere Einflüsse wie radioaktive Strahlung. Bei der Krebstherapie nehmen MedizinerInnen ihren PatientInnen vor einer Chemo- oder Strahlentherapie oft Blut-Stammzellen ab, um sie ihnen nachher wieder zu transplantieren. Auch den ArbeiterInnen in Fukushima solle man die Möglichkeit geben, ihre Blut-Stammzellen zur Vorsorge einzulagern.
Die eigenen Blut-Stammzellen sind verträglicher als fremde, und helfen schneller als Wachstumsfaktoren oder Knochenmarks-Stammzellen, so die MedizinerInnen. Und wenn man sie nicht unmittelbar braucht, sollte man sie für später aufheben, immerhin haben die ArbeiterInnen ein höheres Risiko in 10-15 Jahren an Blutkrebs zu erkranken.
Natürlich sind eingefrorene Stammzellen kein Passierschein, um sich einer erhöhten Dosis Strahlung auszusetzen (das sind auch nicht die von der japanischen Regierung um 150% angehobenen Grenzwerte für die jährliche Strahlungsmenge, der sich die ArbeiterInnen aussetzen dürfen), denn sie können bloß Blutzellen ersetzen, helfen aber nicht bei Verletzungen im Verdauungstrakt, der Lunge oder der Haut.
Hundertsieben japanische Transplantations-Teams stünden bereit, um die Stammzellen zu gewinnen und einzulagern, und fünfzig Spitäler in Europa wollen helfen, wenn man sie braucht. Natürlich würde die Prozedur Geld kosten, aber man solle die Entscheidung den ArbeiterInnen und ihren Familien überlassen, nicht einer Kosten-Nutzen-Rechnung.
Quelle:
The Lancet
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Letzte Änderung
2011-04-19 14:26AutorIn: js

