Foto: Herman Hiller, gemeinfrei
Schwitzen für die Wissenschaft
Warum Männer vermutlich mehr stinken als Frauen

Japanische ForscherInnen entdeckten, dass die persönliche Schweißabsonderung pro Pore sowohl von genetischen als auch erworbenen Umständen abhängt. Körperlich trainierte Individuen weisen höhere lokale Schwitzraten an Stirn, Brust, Rücken, Unterarm und Schenkel auf, als untrainierte. Des Weiteren transpirieren Männchen bereits bei geringerer körperlicher Belastung als Weibchen.

Für das Experiment mussten jeweils 10 trainierte und untrainierte Damen, sowie 8 trainierte und 9 untrainierte Herren auf dem Zimmerfahrrad eine Stunde lang bei 30°C und 45% relativer Luftfeuchtigkeit und unterschiedlicher Belastung Schweiß lassen.

Setzt sich das Schweiß-Kühlsystem eher in Gang, steigen Ausdauer und Leistungsfähigkeit, so Yoshimitsu Inoue, Leiter der Forschungsgruppe. Frauen sind daher benachteiligt, folgert er weiter, sich bei hoher Temperatur und anstrengenden Tätigkeiten Kühlung zu verschaffen. Schuld daran könnte der geringere Wasseranteil ihres Körpers sein, sie würden bei zu großem Schweißverlust austrocknen. Den Burschen hätte die effektivere Kühlung entwicklungsgeschichtliche Vorteile bei körperlicher Arbeit gebracht, Inoue erwähnt in diesem Zusammenhang die Jagd.

Quellen:
Bild der Wissenschaft
Experimental Physiology