Bild:Chris Sanderson; cc/by-sa
RaucherInnen- lungenkrebs
Bei sämtlichen Krebsarten ermöglichen Schäden im Erbgut, dass sich Tumorzellen unkontrolliert vermehren und bösartige Geschwüre bilden. Vor etwa einem Jahr haben ForscherInnen entdeckt, dass man verschiedene Krebsarten durch charakteristische DNA-Schäden unterscheiden kann. Ein Team aus Vancouver, Kanada, verglich nun das Erbgut aus Krebszellen von RaucherInnen und NichtraucherInnen und kam zu dem Ergebnis: Der weitaus häufiger auftretende RaucherInnenlungenkrebs ist eine eigene Art.

Kelsie Thu untersuchte mit ihren KollegInnen die DNA aus Krebszellen von 83 PatientInnen, und zwar 39 RaucherInnen, 14 Ex-RaucherInnen und 30 NichtraucherInnen. Bei den Nichtraucherkrebszellen fanden sie viel mehr DNA-Schäden als bei den anderen, für die ForscherInnen ein Zeichen, dass bei Frischluftfans erst viele DNA-Änderungen zusammenkommen müssen, um ein bösartiges Geschwür wachsen zu lassen. Die über hundert krebserregenden Stoffe des Tabakrauchs hingegen lösen wenige, aber schwerwiegendere Änderungen aus, die schnell zum Tumor führen.

Lungenkrebs ist die Krebserkrankung, die weltweit am meisten Todesopfer fordert. Von hundert LungenkrebspatientInnen sind nach fünf Jahren neunzig tot. Von hundert LungenkrebspatientInnen sind fünfundneunzig GlimmstängelbenutzerInnen. Von hundert LungenkrebspatientInnen sind sechsundsechzig männlich, doch da sich in letzter Zeit immer mehr Frauen dem blauen Dunst verschrieben haben, wird sich das Verhältnis bald zu ihren Ungunsten verändert haben.

Quelle:
Bild der Wissenschaft