Pilzgifte biologisch entschärft
ForscherInnen der Wiener Universität für Bodenkultur können Fumonisine auf biologische Weise unschädlich machen.
Gifte in verschimmeltem Futtermais, sogenannte Fumonisine, können Pferde, Schweine und Hühner töten oder ihnen zumindest schwere Erkrankungen bescheren. ForscherInnen der Wiener Universität für Bodenkultur können die Pilzgifte nun auf biologische Weise unschädlich machen.
Sie identifizierten Gene einer Bodenbakterie, die es diesem Mikroorganismus ermöglichen, die Schimmelpilzgifte als Nahrungsquelle zu nutzen. Die Gene kodieren für Enzyme, die vor allem Fumonisin B1, das häufigste und daher schädlichste von ihnen, in ungiftige Verbindungen umwandelt.
Die Gifte müssen dabei nicht aus dem Futter verbannt werden, was bisher immer scheiterte. Stattdessen helfen die Enzyme, in Bakterienkulturen gezüchtet, gereinigt und dem Futter beigemengt, den Tieren beim Verdauen. Die gefährlichen Fumonisine werden somit in Magen und Darm biologisch abgebaut.
Wie viele Pferde man in Zukunft retten wird können, steht noch nicht fest, jedenfalls werden Futterproduktion und Lagerung einfacher und billiger.
Gifte in verschimmeltem Futtermais, sogenannte Fumonisine, können Pferde, Schweine und Hühner töten oder ihnen zumindest schwere Erkrankungen bescheren. ForscherInnen der Wiener Universität für Bodenkultur können die Pilzgifte nun auf biologische Weise unschädlich machen.
Sie identifizierten Gene einer Bodenbakterie, die es diesem Mikroorganismus ermöglichen, die Schimmelpilzgifte als Nahrungsquelle zu nutzen. Die Gene kodieren für Enzyme, die vor allem Fumonisin B1, das häufigste und daher schädlichste von ihnen, in ungiftige Verbindungen umwandelt.
Die Gifte müssen dabei nicht aus dem Futter verbannt werden, was bisher immer scheiterte. Stattdessen helfen die Enzyme, in Bakterienkulturen gezüchtet, gereinigt und dem Futter beigemengt, den Tieren beim Verdauen. Die gefährlichen Fumonisine werden somit in Magen und Darm biologisch abgebaut.
Wie viele Pferde man in Zukunft retten wird können, steht noch nicht fest, jedenfalls werden Futterproduktion und Lagerung einfacher und billiger.
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Letzte Änderung
2011-03-01 11:40AutorIn: bw

