Lebendes Schutzschild
Marienkäfer-Brackwespen verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in oder unter einem Marienkäfer. Immerhin kann der in Warnfarben gekleidete Käfer nicht nur als Futter ausgeweidet werden, er bietet auch guten Schutz vor dem Gefressenwerden. Aber nur, wenn er noch am Leben ist.
Erwachsene Brackwespenweibchen legen ihre Eier in den Hinterleib eines Marienkäfers. Die Larven schlüpfen und ernähren sich von den Körpersäften und Fettreserven ihres Wirts. Sind sie groß genug, machen sie sich an den Nervenfasern der Käfer zu schaffen, und lähmen sie teilweise. Dann bohren sie sich durch den Hinterleib und spinnen einen Kokon zwischen den Beinen der Käfer. Dort verpuppen sie sich für sechs bis neun Tage. Für Außenstehende sieht das Ganze so aus, als ob ein Marienkäfer gerade eine wollige Blattlaus verzehrt. Für die Fressfeinde der Wespen wohl auch, ForscherInnen fanden nun heraus, dass zwei Drittel der Wespenkokons mit lebendem Schutzschild unbehelligt bleiben, während neun von zehn Kokons mit totem Marienkäfer gefressen werden, nackte Kokons fast ausnahmslos.
Ein wenig profitieren auch die Marienkäfer, dass sie für die Wespen lebend wertvoller sind als tot; immerhin jedes vierte Opfer der Brackwespen regeneriert und überlebt das Kidnapping ohne sichtbare Schäden, so die ForscherInnen.
Quellen:
ScienceNOW, ScienceDaily, Biology Letters, Wikipedia
Erwachsene Brackwespenweibchen legen ihre Eier in den Hinterleib eines Marienkäfers. Die Larven schlüpfen und ernähren sich von den Körpersäften und Fettreserven ihres Wirts. Sind sie groß genug, machen sie sich an den Nervenfasern der Käfer zu schaffen, und lähmen sie teilweise. Dann bohren sie sich durch den Hinterleib und spinnen einen Kokon zwischen den Beinen der Käfer. Dort verpuppen sie sich für sechs bis neun Tage. Für Außenstehende sieht das Ganze so aus, als ob ein Marienkäfer gerade eine wollige Blattlaus verzehrt. Für die Fressfeinde der Wespen wohl auch, ForscherInnen fanden nun heraus, dass zwei Drittel der Wespenkokons mit lebendem Schutzschild unbehelligt bleiben, während neun von zehn Kokons mit totem Marienkäfer gefressen werden, nackte Kokons fast ausnahmslos.
Ein wenig profitieren auch die Marienkäfer, dass sie für die Wespen lebend wertvoller sind als tot; immerhin jedes vierte Opfer der Brackwespen regeneriert und überlebt das Kidnapping ohne sichtbare Schäden, so die ForscherInnen.
Quellen:
ScienceNOW, ScienceDaily, Biology Letters, Wikipedia
Weiterführende Links
dialog <> gentechnik
Weitere
Rund um diesen Artikel

Letzte Änderung
2011-07-26 08:44AutorIn: js

