Foto: James Gathany, gemeinfrei
Impfaktion für Mücken
ForscherInnen wollen die Malaria bekämpfen, indem sie Anopheles-Mücken impfen. Ist das Immunsystem der Insekten nämlich in Alarmbereitschaft, kann es den Erreger sehr effizient abwehren.

Der Malariaerreger macht nicht nur Menschen krank, sondern auch die Stechmücken, die ihn übertragen. Das Immunsystem von Insekten ist schlichter als unseres, es reagiert auf alle Erreger gleich. Doch es kann lernen Infektionen abzuwehren, berichten ForscherInnen des National Institute of Allergy and Infectious Diseases in Bethesda (USA).

Sie fütterten Mücken mit Malaria-verseuchtem Mäuseblut, um sie anzustecken. Eine Woche später bekamen die Überlebenden abermals einen infektiösen Cocktail. Ihr Immunsystem konnte die Erreger bis zu zehnmal besser abtöten, als Mücken, die zuvor nicht angesteckt wurden.

Die vorgewarnten Mücken hatten dreimal mehr Fresszellen parat, die den Erregern den Garaus machten, zusätzlich drangen wegen der Malariainfektion mehr Bakterien durch ihre Darmwand, was das Immunsystem weiter anspornte.

Die ForscherInnen suchen nun einen Wirkstoff, der die Abwehrmechanismen der Insekten künstlich mobilisiert. Auf Moskitonetze aufgetragen oder mit Mückensprays verabreicht, könnte er die Insekten immun gegen die Krankheitserreger machen, sie wären somit schlechte Überträger und Mensch hätte eine Sorge weniger.

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Science Now