Bild: Jean-Pierre Bazard; cc/bysa
Hormontherapie für Christbäume
ForscherInnen verhüten Nadelausfall bei Tannenbäumen.

Kanadische ForscherInnen haben sich anscheinend geärgert, dass ihre Weihnachtsbäume so schnell die Nadeln verlieren. Sie suchten nach der Ursache und fanden ein Hormon namens Ethylen, das geschnittene Tannen anreichern. Blockierten sie das Hormon, blieben die Bäume doppelt so lange grün.

Eine unbehandelte Tanne büßt schon nach wenigen Tagen die ersten Nadeln ein, vierzig Tage zählten die ForscherInnen, bis sie kahl war. Mit Hormonblocker behandelte Bäume seien zu dem Zeitpunkt noch in voller Pracht gestanden, nackt waren sie erst nach kolportierten siebenundachtzig Tagen.

Die ForscherInnen wollen nun ein Mittelchen entwickeln, das man in das Gießwasser schütten kann, um den Baum vor Nadelausfall zu bewahren. Die kanadischen ForstwirtInnen, die laut „Toronto Sun“ Weihnachtsbäume um jährlich 50 Millionen Euro verkaufen und ganz Nordamerika bis in den Süden Mexikos beliefern, warten wohl schon so sehnsüchtig darauf wie die Kinder auf das Christkind.

Quelle: APA