Erstmals embryonale Stammzellen am Menschen getestet
In den USA haben ÄrztInnen vergangenen Freitag einem querschnittgelähmten Patienten erstmals embryonale Stammzellen transplantiert. Die Zellen stammen aus sogenannten überzähligen Embryonen, die für eine künstliche Befruchtung gezeugt und nicht mehr gebraucht wurden. Sowohl medizinisch wie ethisch ist der klinische Versuch umstritten.
Bei Ratten konnten Stammzellen zerstörte Nervenbahnen wieder verbinden, die MedizinerInnen der Klinik in Atlanta hoffen nun, dass dies auch im Rückenmark ihres Patienten funktioniert. Sie warten nun auf weitere Versuchspersonen, frisch Querschnittgelähmte, deren Nervengewebe noch nicht vernarbt ist, um ihnen schnell Stammzellen zu spritzen.
Allerdings können embryonale Stammzellen nicht nur alle Zell- und Gewebetypen des Körpers bilden, sondern häufig auch Tumorzellen, wie ForscherInnen in Tierversuchen herausfanden. Ob es ethisch vertretbar ist, embryonale Stammzellen zur Therapie oder für die Forschung zu verwenden, wird sowieso heftig diskutiert. In Österreich ist es verboten, sie in Menschen zu transplantieren. Für Forschungszwecke dürfen embryonale Stammzellen zwar nicht hergestellt, aber verwendet werden. „Ein fauler Kompromiss“, so Professor Dr. Werner Linkesch vom Landeskrankenhaus Graz, der seine PatientInnen lieber mit Nabelschnurblutstammzellen behandelt.
Bei Ratten konnten Stammzellen zerstörte Nervenbahnen wieder verbinden, die MedizinerInnen der Klinik in Atlanta hoffen nun, dass dies auch im Rückenmark ihres Patienten funktioniert. Sie warten nun auf weitere Versuchspersonen, frisch Querschnittgelähmte, deren Nervengewebe noch nicht vernarbt ist, um ihnen schnell Stammzellen zu spritzen.
Allerdings können embryonale Stammzellen nicht nur alle Zell- und Gewebetypen des Körpers bilden, sondern häufig auch Tumorzellen, wie ForscherInnen in Tierversuchen herausfanden. Ob es ethisch vertretbar ist, embryonale Stammzellen zur Therapie oder für die Forschung zu verwenden, wird sowieso heftig diskutiert. In Österreich ist es verboten, sie in Menschen zu transplantieren. Für Forschungszwecke dürfen embryonale Stammzellen zwar nicht hergestellt, aber verwendet werden. „Ein fauler Kompromiss“, so Professor Dr. Werner Linkesch vom Landeskrankenhaus Graz, der seine PatientInnen lieber mit Nabelschnurblutstammzellen behandelt.
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Letzte Änderung
2011-03-01 11:40AutorIn: js

